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Biodynamischer Anbau

Der Begriff biodynamischer Anbau wurde von Rudolf Steiner geprägt. Rudolf Steiner wurde 1861 im heutigen Österreich geboren. Trotz seiner wissenschaftlichen Ausbildung (an der höheren Technikschule Wiens), wurde er Doktor der Philosophie und arbeitete in der Redaktion der Berliner Literaturzeitung mit, wo er viele Artikel über das Verhältnis zwischen Philosophie und Freiheit schrieb.

Er wurde Generalsekretär der deutschen Abteilung für Theosophie, aus welcher er 1913 ausschied um die anthroposophische Vereinigung Münchens zu gründen. Anschließend schuf er in Dornach (Schweiz) die universelle anthroposophische Vereinigung und das Goetheanum, eine freie Universität für Geisteswissenschaften.

Nach Steiners Meinung, interessierte sich die Wissenschaft seiner Zeit nicht für das Leben, sondern lediglich für die Gesetze der Materie, wodurch sie auf beachtliche Weise ihre Möglichkeit zum Verständnis der Welt reduzierte; Steiner spricht von einer geistlosen Wissenschaft.

Am Ende seines Lebens gelingt es Steiner endlich die Grundsätze einer Landwirtschaft heraus zu arbeiten welche mit den Daten der geistigen Wissenschaft in Einklang steht. Er schafft den biodynamischen Anbau.

Die Biodynamik berücksichtigt nicht nur Substanzen und Materie, sondern auch an die Kräfte, die diese beleben; eine Pflanze kann nicht von ihrer Umgebung getrennt werden, diese ist der empfindlichste Sitz der kosmischen Kräfte, Das Wasser welches in ihr enthalten ist wird vom Mond beeinflusst und der Boden überträgt seine übernatürlichen Kräfte. Die organische Düngung muss darauf zielen, den Nutzen dieser Kräfte zu unterstreichen und dafür werden Zubereitungen genutzt, nach Steiner sind alle Pflanzen belebt und haben einen gewissen Grad von ätherischem Leben welches ihnen aus dem Boden zuströmt, welche die Kraft aus der Zersetzung organischer Materie beziehen, vor allem aus Humus.

An der Basis der Dünger stehen Kompost und Dung und somit sollte in jedem Agrarbetrieb auch Viehhaltung stattfinden für die Gülleerzeugung.

Steiner wandte sich gegen den Einsatz von chemischen Düngern welche lediglich eine mineralische, lösliche Eigenschaft haben. „Diese Dünger integrieren sich im Wasser in welchem sich bereits die mineralischen Elemente des Bodens und der Pflanzen befinden. Diese reichern sich an und können so verschmutzen und Schäden an Fischen verursachen. Durch die Düngung kann es auch zu verstärkten Angriffen von parasitierenden Tieren und Pflanzen kommen.“

Steiner führt außerdem den Begriff des Systems ein, und in Hinblick auf den Begriff der globalen Landwirtschaft definiert er es folgendermaßen:

"Ein Agrarbetrieb antwortet wirklich und komplett seiner Natur wenn er als eine Art Individualität, welche sich selbst zum Ziel hat, angesehen wird. Eine Individualität welche ein einziges formt. Alle Agrarbetriebe sollten achtsam sein gegenüber dem was sie produzieren und der Notwendigkeit es zu produzieren. Daher sollten Tiere integrierter Teil des Betriebes sein. Im Grunde sollte alles was ein Betrieb als Dünger oder Ähnliches von außen einbringt als ein Heilmittel für einen erkrankten Betrieb angesehen werden."

Abschließend kann man sagen, dass für Steiner ein biodynamischer Agrarbetrieb die Basiseinheit für eine gesunde Agrarlandschaft ist, welche die Möglichkeit dauerhafter Produktion hat und in der Lage ist die eigene Reproduktion zu sichern sowohl in Hinblick auf Fruchtbarkeit als auch in Hinblick auf menschliches Leben.


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